Das Spiel «Clair Obscur: Expedition 33» des unabhängigen französischen Studios «Sandfall Interactive» erhielt die höchste Auszeichnung bei der diesjährigen Zeremonie The Game Awards und gewann neun Auszeichnungen, darunter den Titel "Spiel des Jahres". Diese Leistung übertraf den vorherigen Rekord von sieben gewonnenen Auszeichnungen, der von «The Last of Us Part 2» im Jahr 2020 aufgestellt wurde.

Der Erfolg von «Clair Obscur» blieb nicht unbemerkt: Das Spiel gewann Preise in den Kategorien Beste künstlerische Gestaltung, Spieleleitung, Bester Narrativ, Beste Leistung, Beste Musik, Bester Indie-Spiel, Beste RPG und Bester Debüt-Spiel. Jennifer English, die eine der Hauptfiguren, Maël, sprach, erhielt den Titel Beste Schauspielerin für ihre Rolle.

Trotz zahlreicher Nominierungen gewann «Clair Obscur» keinen Preis in der Kategorie Bester Sounddesign, der an das Spiel «Battlefield 6» ging. Laut Prognosen hatte «Clair Obscur» eine 93%ige Wahrscheinlichkeit, den Titel "Spiel des Jahres" zu gewinnen, und ihr Sieg, obwohl vorhersehbar, war ein bedeutender Erfolg für das Studio «Sandfall» und den Publisher «Kepler Interactive», der im Indie-Segment hervorsticht.

Anfangs wurde «Clair Obscur» als Außenseiter des Jahres betrachtet, jedoch zog die Veröffentlichung im April die Aufmerksamkeit der Kritiker auf sich und erhielt durchweg Lob. Insbesondere die Teilnahme am «Game Pass» von «Microsoft» half, das vorherige Bewusstsein für das Spiel erheblich zu steigern.

Allerdings trat «Clair Obscur» in einem umkämpften Wettbewerbsumfeld an, insbesondere gegen solch berühmte Plattformen wie «Donkey Kong Bananza» von «Nintendo», «Ghost of Yōtei» von «Sony» und «Death Stranding 2: On the Beach» von «Hideo Kojima», ganz zu schweigen von den erwarteten Indie-Fortsetzungen «Hollow Knight: Silksong» und «Hades 2».

Es ist ein spannendes Jahr für die Spieleindustrie, doch «Clair Obscur» hat bewiesen, dass selbst neue Studios große Erfolge erzielen können, selbst in so einer wettbewerbsintensiven Umgebung.