Während einer weiteren Sitzung der Werchowna Rada der Ukraine, die am 16. Dezember stattfand, kam es zu einem Konflikt zwischen den Volksabgeordneten. Marjana Besugla, Vertreterin der Fraktion „Diener des Volkes“, blockierte das Rednerpult und forderte den Rücktritt des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskiy. Dies führte zu einer Welle der Empörung unter den Abgeordneten.

Vor Beginn der Sitzung umwickelte Besugla das Rednerpult mit roten Bändern und brachte dort Plakate mit Forderungen an. Sie betonte die Notwendigkeit, eine Militärreform durchzuführen und Änderungen im Verteidigungssystem der Ukraine vorzunehmen. Sie erklärte, dass sie die Aktivitäten des Parlaments blockieren werde, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

Streit zwischen den Abgeordneten

Die Situation eskalierte, als der Abgeordnete Serhij Taruta versuchte, das Rednerpult zu räumen und parallel mit Besugla die Plakate abriss, was zu einem körperlichen Zusammenstoß führte. Andere Abgeordnete, darunter Oleksij Honcharenko, wurden Zeugen des Vorfalls und hielten ein Video davon fest.

Der Sprecher der Werchowna Rada, Ruslan Stepančuk, forderte Besugla auf, das Rednerpult zu verlassen und anderen Abgeordneten das Wort zu erteilen. Doch Besugla wies alle Vorschläge zurück und setzte ihre Blockade fort, was den Sprecher dazu zwang, eine Sitzungspause auszurufen.

Pausen und Fortsetzung der Sitzung

Nach einer kurzen Pause beschlossen die Abgeordneten, die Diskussion fortzusetzen, jedoch ohne Redebeiträge vom Rednerpult. Solche Aktionen von Besugla führten zu breitem Echo in der Gesellschaft und in den Medien, da neben dem Vorfall auch Fragen zur Angemessenheit ihrer Forderungen und den möglichen Folgen für die politische Situation in der Ukraine laut wurden.

Wir erinnern daran, dass Besugla zuvor kritisch gegenüber dem Präsidenten der Ukraine, Volodymyr Selenskij, Stellung bezogen hatte und behauptete, dass die ukrainischen Streitkräfte „nicht aufgrund, sondern trotz“ der Führung erfolgreich seien.