In der Ukraine erklingen kurz vor wesentlichen Veränderungen im Bereich der Alkoholproduktion neue Anforderungen. Ab dem Jahr 2026 wird in den Regalen ukrainischer Geschäfte Produkte mit der Bezeichnung „Konjak“ verschwinden. Laut den internationalen Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union sind die ukrainischen Hersteller verpflichtet, den Namen ihres Getränks in „Brandy“ zu ändern.

Wie Forbes.ua berichtet, ist diese Entscheidung das Ergebnis des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU, das den Verzicht auf die geografische Bezeichnung „Konjak“ (Cognac) vorsieht, die durch französische Tradition geschützt ist.

Gründe für das Rebranding

Das Recht zur Nutzung des Namens „Konjak“ haben nur Hersteller aus der gleichnamigen Region in Frankreich. Die ukrainischen Hersteller erhalten eine Übergangsfrist von 10 Jahren, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen. Viele von ihnen gehen mit diesem Prozess unterschiedlich um.

„Es blieb keine Zeit, sich mit diesem Thema zu befassen. Wir haben versucht, das Geschäft nach den Verlusten am Leben zu erhalten und Wege zur Anpassung zu suchen“, bemerkte Ilona Nadwodska, Direktorin der „Winkourni Akkermana“, die Konjak unter der Marke „Aznauri“ herstellt.

Marktreaktion und Perspektiven

Hersteller wie „Shabo“ und „Mykolajiwski Konjakwerk“ (Marke „Koblevo“) reagieren unterschiedlich auf die Veränderung. Zum Beispiel ist „Schato Chizai“ bereits bereit für den Übergang und prognostiziert, dass es bis zu 150.000 Flaschen Konjak und Brandy im Jahr 2025 verkaufen kann, mit weiteren Verkaufssteigerungen.

Die Holdinggesellschaft Bayadera Group, die die Marken „Koblevo“, „Metaxa“ und „Saint Remy“ besitzt, erkennt an, dass der Prozess der Namensänderung „langwierig und kompliziert“ ist, jedoch unumkehrbar. „Wir stehen kurz vor der Produktion des letzten Konjaks der Ukraine unter der Marke Koblevo — es wird eine limitierte Auflage von 20.000 Flaschen eines zehnjährigen Getränks sein“, bemerkte der CEO des Unternehmens, Anatolij Korchynski.

Ab dem 1. Januar 2026 wird alle in der Ukraine hergestellte Alkoholprodukte einen neuen Namen erhalten — „Brandy“. Ob die Ukrainer auf diese Veränderung vorbereitet sind, werden die kommenden Jahre zeigen.