Auf der Raketenbasis in der Nähe der Stadt Jasnoje in Orenburg kam es zu einer dramatischen Explosion, die die Aufmerksamkeit der Medien und der Bewohner der Region auf sich zog. Anwohner berichteten von einem lauten Geräusch, nach dem eine riesige lila Wolke in den Himmel stieg, was viele Fragen aufwarf.

Nach Informationen des Magazins "Ural56" ereignete sich die Explosion im Bereich der Basis der strategischen Raketentruppen, die neueste ballistische Raketen umfasst. Offizielle Vertreter machten keine Angaben zu den Ursachen des Vorfalls, jedoch wiesen die Anwohner darauf hin, dass ein möglicher Grund der unterbrochene Start einer Rakete war.

Die erste Untersuchung des Unfallorts deutet darauf hin, dass diese Explosion das Ergebnis eines misslungenen Starts der interkontinentalen ballistischen Rakete RS-28 "Sarmat" sein könnte. Der Einsatzbereich dieser Rakete gilt als strategisch, da sie einen nuklearen Sprengkopf tragen kann. Beobachter veröffentlichten auch Fotos vom Geschehen, auf denen der Austritt von lila Rauch sichtbar ist.

Fachleute, die die Situation analysierten, hoben hervor, dass die Farbe des Ausstoßes charakteristisch für Raketentreibstoff ist, der extrem toxisch ist. Durch seine Färbung erinnert dieser Rauch an die Emissionen, die nach Unfällen mit sowjetischen und russischen Raketen wie "Proton" beobachtet wurden. Die im Rauch nachgewiesenen schädlichen Bestandteile erregten Besorgnis über die Folgen für die Umwelt.

Das Kosmodrom "Jasnoje" gehörte zu den Objekten mit der Möglichkeit, interkontinentale Raketen zu starten, weshalb im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen Diskussionen über eine mögliche Wiederaufnahme der Tests mit dem "Sarmat" auf dieser Basis angestoßen wurden. Die Situation sorgte unter Experten für Besorgnis, da zuvor zahlreiche Versuche, den "Sarmat" zu starten, gescheitert waren.

Offiziell erklärte die Regierung jedoch, dass keine Gefahr für die Bevölkerung besteht und Evakuierungspläne nicht diskutiert werden.