In Tschernihiw, das derzeit mit einer der schwersten Herausforderungen aufgrund intensiver russischer Angriffe konfrontiert ist, ist die Situation mit der Strom- und Heizungsversorgung kritisch geworden. Anwohner berichten von Stromausfällen von bis zu 14 Stunden pro Tag, was zahlreiche Schwierigkeiten im Alltag verursacht.
Vor kurzem wurde einer der Schlüsselblöcke für die Energieerzeugung in der Region zerstört, was die Situation weiter verschärft hat. Laut Informationen eines Vertreters von „Tschernihiwenergo“ haben russische Truppen gezielt die Energieinfrastruktur angegriffen, was zu Stromausfällen und einer Beeinträchtigung der Durchführung dringender medizinischer Verfahren in den Krankenhäusern geführt hat. Häufig werden bereits geplante Operationen aufgrund des Energiemangels abgesagt.
Schwierigkeiten im Alltag
Die Bewohner von Tschernihiw sind gezwungen, Taschenlampen zu benutzen und alternative Heizmethoden zu finden. Der Unterricht für die Kinder wird durch Luftalarme unterbrochen, und der Mangel an Strom erschwert die Planung alltäglicher Angelegenheiten.
„Leben in der Dunkelheit“ – so beschreiben die Anwohner ihre Realität. Auch die Wasserversorgung ist kritisch geworden, da elektrische Pumpen aufgrund der Stromausfälle nicht arbeiten. Viele Menschen sind gezwungen, in die oberen Etagen von Wohnblocks zu gehen, ohne Zugang zu Wasser zu haben.
Reaktion der Gemeinde
Wolodymyr Pawlenko, der Vorsitzende der Gemeinde Beresnjah, bemerkte, dass seine Gemeinde versucht, die Schwierigkeiten zu bewältigen und weiterhin alle notwendigen Dienstleistungen für die Bevölkerung bereitzustellen, trotz der Herausforderungen. Er betonte: „Wir haben bereits nicht den ersten Einschlag in der Gemeinde erlebt. Aber trotz der Schwierigkeiten arbeitet die Gemeinde“. Die Heizperiode hat, wie Pawlenko anmerkt, stabil begonnen, es stehen Generatoren und Brennstoffe zur Verfügung, um die Häuser zu heizen.
Diese Situation ist eine offensichtliche Folge der militärischen Aggression Russlands, das versucht, Bedingungen zu schaffen, unter denen die Zivilbevölkerung mit einem Mangel an Energieressourcen konfrontiert ist. „Das ist ein absichtlicher Völkermord an unschuldigen Menschen“, betonte der Vertreter des Energieunternehmens.
Tschernihiw und andere betroffene Regionen sind bereit, mit den Folgen des Krieges zu kämpfen, benötigen jedoch dringend Unterstützung von Seiten des Staates und internationaler Partner.