Am Morgen des 28. November 2023 fanden im Regierungsviertel der Hauptstadt der Ukraine Durchsuchungen mit Beteiligung des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) statt. Diesmal geriet der Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Andrii Jermak, ins Visier der Strafverfolgungsbehörden.

Wie die Daten des Korrespondenten der "Ukrainischen Wahrheit" belegen, unternahmen etwa zehn Mitarbeiter von NABU und SAP einen Besuch im Regierungsviertel, wo sich die wichtigsten Staatsorgane befinden.

Dieser Schritt im Rahmen der Ermittlungen in der Korruptionssache "Midas" über Missbrauch im Energiesektor erfolgte nach den jüngsten Erklärungen des Direktors von NABU, Semen Krywono, der betonte, dass der Fall erweitert wird und bald neue Verdächtigungen erhoben werden.

Vorgeschichte der Durchsuchungen

Die Durchsuchungen bei Andrii Jermak fanden kurz nach den Ermittlungen zu einem aufgedeckten großangelegten Korruptionsschema bei "Energoatom" statt. In diesem Zusammenhang wurden zuvor Durchsuchungen bei dem Unternehmer Timur Mindić und dem Minister für Justiz Hermann Haluschenko durchgeführt, da auch gegen diese Personen Verdachtsmomente bestätigt wurden.

Reaktionen und nächste Schritte

Die "Ukrainische Wahrheit" versucht, Kommentare von NABU zur aktuellen Situation und den weiteren Schritten im Ermittlungsprozess zu erhalten.

Insbesondere mit den Sanktionen gegen Mindić und seine Gefolgsleute betonen die Vertreter der Behörden die Ernsthaftigkeit des Ansatzes im Kampf gegen die Korruption in der Ukraine.

Die Situation bleibt angespannt, und Experten sind der Meinung, dass diese Durchsuchungen einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Korruptionsschemata auf höchster staatlicher Ebene darstellen können.