Heute, am 28. November, gelten in der Ukraine weiterhin Stromausfallpläne aufgrund regelmäßiger russischer Angriffe auf Objekte der Energieinfrastruktur. Laut Witali Zaitschенko, dem Vorsitzenden des Vorstands von „Ukrenergo“, bleibt die Situation infolge massiver Angriffe angespannt, insbesondere in den frontnahen und grenznahen Regionen.

Die Stromversorgungsbeschränkungen für Haushaltsverbraucher gelten heute von 00:00 bis 23:59, mit einem Umfang von 0,5 bis 2,5 Warteschlangen. Für industrielle Verbraucher wurden ebenfalls entsprechende Einschränkungen eingeführt.

Zustand der elektrischen Infrastruktur

Wie Zaitschenko anmerkt, bleibt der allgemeine Zustand des Energiesystems der Ukraine kritisch. Die meisten Wärmekraftwerke (WKK) und Wasserkraftwerke haben erhebliche Schäden erlitten, mit einem Schadensniveau von 30 % bis 70 %. Bei starkem Kälteeinbruch könnten die Stromversorgungsbeschränkungen für die Verbraucher verlängert werden.

Witali Zaitschenko betonte, dass das schlimmste Szenario ein totaler Blackout sein könnte, bei dem das ganze Land ohne Licht, Wasser und Wärme bleibt. "Aber wir sind vorbereitet, es gibt einen technischen Schutz an unseren Objekten, es gibt Luftverteidigung. Der Kurs auf die Wiederherstellung des Energiesystems wird noch lange dauern, eine vollständige Wiederherstellung ist nur nach dem Ende des Krieges möglich", fügte er hinzu.

Wie die Energiesektoren reagieren

Die Energieversorger arbeiten praktisch rund um die Uhr, um die Zerstörungen zu beseitigen. Europäische Partner haben bereits erhebliche Hilfe mit Geräten bereitgestellt, die dabei helfen, Schäden schnell zu beheben. Bei einer Verringerung der Angriffe seitens des Aggressors könnten die Pläne schrittweise aufgehoben werden.

Die Situation bleibt jedoch angespannt, insbesondere in den Regionen, die am stärksten unter den russischen Angriffen gelitten haben, wie Sumy, Poltawa, Charkiw und der Oblast Donezk.