Heute, am 4. Dezember, wird im orthodoxen Kalender der Gedenktag des heiligen Märtyrers Barbara gefeiert. Dieser Tag hat eine besondere Bedeutung für die Gläubigen und wird von einer Reihe von Volksglauben und Traditionen begleitet.
Die Geschichte des heiligen Barbara
Die heilige Barbara lebte im 3.-4. Jahrhundert in der Stadt Nikomedia (heutige Türkei). Ihr Vater, ein Heide namens Dioskor, versuchte, seine Tochter von dem Einfluss des Christentums zu isolieren, doch Barbara strebte schon in jungen Jahren danach, den Glauben anzunehmen. Sie ließ sich heimlich taufen und weigerte sich, ihren Glauben zu verleugnen, sogar unter Androhung tödlicher Folter.
Als Folge ihres schweren Schicksals ereilte die heilige Barbara eine Tragödie: Ihr eigener Vater wurde zu ihrem Peiniger und soll laut Legende nach ihrem Tod die Strafe Gottes in Form eines Blitzschlags erlitten haben.
Volksglauben am 4. Dezember
- Klares Wetter – auf einen frostigen Winter.
- Nebel – auf eine mildere Witterung oder Regen.
- Schnee oder Raureif an den Bäumen – auf einen frühen und strengen Winter.
Was man am 4. Dezember nicht tun sollte
Barbara ist insbesondere die Schutzpatronin der Frauen, und an ihrem Tag gelten bestimmte Beschränkungen. Besonders:
- Es sollte keine Streitereien mit den Schwiegermüttern geben.
- Es ist Männern strengstens untersagt, sich mit ihren Frauen zu streiten – das kann zu körperlichen Beschwerden führen.
- Handarbeiten werden nicht empfohlen – es besteht Verletzungsgefahr.
Was man an diesem Tag tun kann
Barbara wird um die Gabe der Kindergeburt und um den Schutz der Kinder vor Krankheiten gebeten. Die Heilige gilt auch als Schutz vor plötzlichem Tod. An diesem Tag wenden sich die Gläubigen mit Gebeten um Frieden und Harmonie in der Familie an Barbara.
So ist der Tag des heiligen Barbara nicht nur religiös bedeutend, sondern auch von Volks traditionen geprägt, die helfen, Harmonie in den Familien zu bewahren und sich auf die Winterzeit vorzubereiten.