Heute wird die Stromversorgung in Kiew, der Region Odessa und der Dnipropetrowsk-Region nach dem nächtlichen massiven Raketenangriff wiederhergestellt. Der ukrainische Energieminister Denis Schmyhal teilte bei einer Sitzung des Stabes mit, dass die Situation weiterhin komplex bleibt. In vielen Regionen erhalten die Menschen nur 3-4 Stunden Strom, und das nach 7-8 Stunden ohne Strom.
In Kiew wird mit den Anstrengungen von 62 Brigaden aktiv an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet. Wie Denis Schmyhal betonte, werden nächste Woche starke Frosttemperaturen nach Ukraine zurückkehren, was die Reparaturarbeiten noch dringlicher macht. „Wir beginnen mit den Vorbereitungen für die nächste Heizsaison“, fügte er hinzu.
Zusätzlich wurden laut dem Ministerium für Energie in den letzten 24 Stunden über 13 Tonnen Energieausrüstung von den Hubs entladen, die von internationalen Partnern geliefert wurden. Dazu gehören Generatoren, Transformatoren und hydraulische Aggregate. Auch erhielt die Ukraine humanitäre Hilfe aus Moldawien, und Kiew erhielt drei Generatoren sowie eine mobile Heizstation aus Dänemark.
Unabhängige Wärmeerzeugung in Kiew
Speziell im Desnjanskyi-Bezirk in Kiew startet ein Projekt zur Schaffung einer unabhängigen Wärmeerzeugung und Stromerzeugung bis zum 1. Oktober. Der Leiter der Desnjanskyi RA, Maxim Bachmatow, gab den Start eines Hackathons zur Umsetzung dieses Plans bekannt, der 100 MW Strom und 300 MW Wärme bereitstellen soll.
Trotz der Anstrengungen ist der Bezirk erneut ohne Heizung, da das „Wärmekraftwerk 6“ gestoppt wurde, was zu Empörung bei den Anwohnern führte. Letzten Sonntag teilte Denis Schmyhal mit, dass die Wärmeversorgung wiederhergestellt wurde, aber bereits heute kam es erneut zu Abschaltungen. Der erste Vizepremierminister versicherte, dass die Wiederherstellung der Wärme für die betroffenen Wohnhochhäuser in den nächsten Tagen geplant sei.
Diese Ereignisse bestätigen die Kritikalität der Situation im Energiesektor der Ukraine unter den Bedingungen des Krieges.