Die Vorsitzende der Parlamentsfraktion "Batkiwschyna" Julija Tymoshenko erklärte während einer Gerichtsverhandlung, dass die vom Nationalen Antikorruptionsbüro (NABU) veröffentlichte Audioaufnahme von Abgeordnetem Ihor Kopytin künstlich zusammengestellt wurde, um einer strafrechtlichen Verantwortung zu entgehen.

Laut der Politikerin manipulieren die Antikorruptionsbehörden absichtlich Fragmente ihres Gesprächs mit Kopytin, um ihre politische Arbeit zu diskreditieren. "Kopytin bat um ein Treffen mit mir und sagte, dass er nicht in der Mehrheit sein wolle... und bot mir mehrmals eine Zusammenarbeit an", sagte Tymoshenko.

Details des Falls

Am 16. Januar fand im Obersten Antikorruptionsgericht eine Sitzung zur Festlegung von Sicherungsmaßnahmen gegen Julija Tymoshenko statt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Kaution in Höhe von 50 Millionen Hrywnja und ein Kommunikationsverbot mit 66 Zeugen.

Tymoshenko bezeichnete das Strafverfahren als "politische Angelegenheit" und betonte die Notwendigkeit einer unabhängigen Expertise der Originaltonaufnahme.