Das Staatliche Ermittlungsbüro (BIR) führt eine Überprüfung im Zusammenhang mit der Verbreitung intimer Fotos des Vorstandsvorsitzenden des „Zentrums zur Bekämpfung von Korruption“, Vitalij Schabunin, im Internet durch. Wie das Büro mitteilt, wurden die Bilder von dem Telefon des Aktivisten beschafft, das von den Strafverfolgungsbehörden bei einer Durchsuchung beschlagnahmt wurde.
Die Ermittlungen des BIR zielen darauf ab, die schuldigen Personen unter den Mitarbeitern, die Zugang zu den beschlagnahmten Beweisen hatten, zu ermitteln. Im Falle einer Bestätigung der Beteiligung an dem Leck verspricht das Büro, harte Maßnahmen zu ergreifen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Kommentare von Beteiligten
Olena Schabunina, die Ehefrau von Vitalij, äußerte ihre Empörung und betonte, dass diese Fotos nur für sie bestimmt gewesen seien. „Intimität ist für zwei“, unterstrich sie in ihrem Facebook-Post.
Vitalij Schabunin beschuldigte die Mitarbeiter des BIR und der Generalstaatsanwaltschaft, die Fotos vorsätzlich in Telegram-Kanäle geleakt zu haben. Er glaubt, dass dies eine Reaktion auf die Kritik des „Zentrums zur Bekämpfung von Korruption“ an der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden war.
Hintergründe und Konsequenzen
Die Durchsuchung und Beschlagnahme des Telefons von Vitalij Schabunin fanden am 11. Juli statt, als er der Vermeidung des Wehrdienstes und des Betrugs beschuldigt wurde. Es wurde angegeben, dass der Aktivist nicht am Dienstort erschien, sondern sich unter dem Vorwand von Dienstreisen in zivilen Einrichtungen aufhielt.
Das BIR hat die Ermittlungen eingeleitet, und wenn die Vorwürfe bestätigt werden, werden die Schuldigen wegen Verstoßes gegen das Verfahren im Umgang mit Beweismitteln zur Verantwortung gezogen, einschließlich strafrechtlicher Fahrlässigkeit.
Derzeit bleibt die Frage offen, welche konkreten Maßnahmen das Büro zu ergreifen plant. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Ermittlungen in Kürze bekannt gegeben werden.