In Kiew blieben nach dem massiven russischen Angriff vom 29. November über 500.000 Verbraucher ohne Stromversorgung. Nach Informationen des Ministeriums für Energie der Ukraine umfassten die Stromabschaltungen auch die Region Kiew (ungefähr 100.000) und die Region Charkiw (etwa 8000 Personen). Die Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten dauern je nach Sicherheitslage an.
Infolge von vier massiven Raketen- und Droneangriffen, die für die Reduzierung der Energieversorgung verantwortlich sind, hat Ukrenergo neue, strengere zeitliche Abschaltpläne genehmigt, die in ganz Ukraine angewendet werden. Berichten zufolge werden ab dem 30. November die Stromabschaltungen verstärkt: Es wird Abschaltungen von 0,5 bis 3 Schichten gleichzeitig im Tagesverlauf geben.
Stromabschaltpläne
Laut Informationen des Unternehmens „DTEK“ betreffen die Änderungen nicht nur die Hauptstadt, sondern auch mehrere Regionen. Insbesondere für die Region Dnipropetrowsk und die Region Odessa wurden neue Pläne veröffentlicht. Für Kiew wurden bislang keine genauen Informationen zu den Abschaltfolgen erhalten, jedoch wurde berichtet, dass eine erhebliche Anzahl von Bewohnern ohne Strom blieb.
Derzeit ist die Situation mit der Energieversorgung in der Region Kiew und den angrenzenden Regionen, insbesondere in der Region Tschernihiw und der Region Sumy, aufgrund ständiger Angriffe auf die Energieinfrastruktur durch russische Truppen kritisch. Laut dem Leiter von „Ukrenergo“, Vitaly Zaichenko, ist die Situation derzeit in den Regionen Dnipropetrowsk, Zaporizhzhia und Odessa am schwierigsten.
Die Einwohner werden gebeten, die Informationen auf den offiziellen Websites der Oblaststromversorger in ihren Regionen zu verfolgen, da die Zeit und das Ausmaß der Abschaltungen im Laufe des Tages variieren können. Zusätzlich wird eine Verringerung der Stromabschaltungen in der Ukraine erst nach Stabilisierung der Energiesituation prognostiziert.