Die Situation mit dem Energiesystem in der Ukraine bleibt äußerst kompliziert. Der Geschäftsführer der NIK "Ukrenergo", Vitalij Saichenko, berichtete, dass in den meisten Regionen des Landes, einschließlich Dnipro, langwierige Stromabschaltungen von bis zu 16 Stunden pro Tag andauern. Laut seinen Aussagen kann die Wiederherstellung der Stromversorgung nach den massiven Angriffen, die am 6. Dezember stattfanden, nicht nur einen Tag, sondern mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Saichenko wies darauf hin, dass die Situation insbesondere in den frontnahen Gebieten besonders schwierig ist. Hier werden aktiv Notabschaltungen eingesetzt, während in anderen Regionen, darunter Dnipro, Zeitpläne für planmäßige Abschaltungen gelten. Wurden zuvor Abschaltungen von maximal 8 Stunden prognostiziert, so sind es jetzt bis zu 16 Stunden aufgrund neuer, qualitativ hochwertiger Angriffe auf die Energieinfrastruktur.
Appell an die Verbraucher
Vitalij Saichenko rief die Bevölkerung dazu auf, den Stromverbrauch zu reduzieren und nur die notwendigsten elektrischen Geräte eingeschaltet zu lassen, insbesondere nachts oder an sonnigen Tagen, wenn die Belastung des Energiesystems abnimmt.
Darüber hinaus betonten die Experten von "Ukrenergo", dass man nicht mit einer Verlängerung der Stromabschaltpläne an kalten Tagen rechnen sollte. Auch wenn die Temperaturen den Verbrauch erhöhen können und die Belastung steigt, wird die Situation unter den Zeitplänen stabil bleiben.
In Dnipro und anderen Städten der Ukraine wird voraussichtlich am Wochenende mit geplanten Stromabschaltungen gerechnet, weshalb den Bewohnern geraten wird, sich an die Zeitpläne zu halten.