Heute, am 8. Dezember, feiert die Ukraine den Gedenktag des heiligen Patapij und der Märtyrerin Anfisa von Rom. Dies ist ein Tag mit tiefen religiösen Wurzeln und reich an Volkssitten.

Die Geschichte des Festes

Der heilige Patapij wurde in einer frommen Familie in Theben (Ägypten) geboren. Er widmete sein Leben dem geistlichen Dienst, verbrachte viele Jahre im Gebet und in der Askese in der ägyptischen Wüste. Patapij erlangte den Ruf eines Heilers und geistlichen Lehrers, an den man sich mit Bitten um Hilfe wandte. Nach einer langen Zeit in der Wüste ließ er sich in Konstantinopel nieder, wo sein Heilgifts bekannt wurde. Die Märtyrerin Anfisa wurde unterdessen von dem Heiligen Ambrosius von Mailand getauft und wurde für ihre Standhaftigkeit im Glauben hingerichtet.

Traditionen und Bräuche

Am 8. Dezember wird besondere Aufmerksamkeit dem Handwerk geschenkt. Unter den ukrainischen Frauen gibt es die Tradition, zu sticken und sich auf Hochzeiten im folgenden Jahr vorzubereiten. Man glaubte, dass das Handwerk, das an diesem Tag ausgeführt wird, Glück und Freude in die Familie bringt. Auch Volksweisheiten besagen, dass man an den Ergebnissen dieses Tages das Wetter für das nächste Jahr vorhersagen kann.

Was sollte man am 8. Dezember vermeiden?

  • Nicht in zerrissener Kleidung das Haus verlassen.
  • Keine unvollendeten Dinge zurücklassen.
  • Nicht zu unangenehmen Erinnerungen zurückkehren oder Konflikte provozieren.

Volksweisheiten

Der 8. Dezember hat auch seine eigenen Volksweisheiten. Wenn beispielsweise unter dem Eis in Gewässern Wasser sichtbar ist, bedeutet das, dass eine Erwärmung zu erwarten ist. Ein starker Wind an diesem Tag deutet auf frostiges, aber trockenes Wetter hin.

Dieser Tag symbolisiert nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch das kulturelle Erbe des ukrainischen Volkes, das die Traditionen des Handwerks und der Spiritualität bis in unsere Tage bewahrt hat.