In der Nacht zum 22. Dezember ereignete sich in der Nähe von Korosten, Region Schytomyr, ein schwerer Unfall auf der Eisenbahn. Laut der „Ukrsalisnyzja“ entgleisten ein Güterzug und die Lokomotive eines Personenzugs, wodurch mehrere Züge erhebliche Verspätungen erlitten.
Wie das Unternehmen „Ukrsalisnyzja“ mitteilte, wurde der Unfall vermutlich durch den Schlag einer russischen Drohne des Typs „Shahed“ verursacht. Ähnliche Vorfälle wurden bereits an der Grenze zu Russland, insbesondere in der Region Tschernihiw, verzeichnet, jedoch ist dies der erste Vorfall eines Angriffs tief im Hinterland.
Aufgrund des Vorfalls wurden viele Personenzüge über Fastiw umgeleitet, was die Reisezeit verlängerte. Die Verspätungen der Züge betragen zwei bis drei Stunden. Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Vorortsverkehr in Richtung Korosten auf die Strecke bis nach Tschopowytschi eingeschränkt, doch wurde ein Umstieg auf den Vorortzug an der Station Schepetiwka organisiert.
Bei dem Unfall wurden der Lokführer und sein Assistent des Güterzugs verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vorstandsvorsitzende der „Ukrsalisnyzja“, Oleksandr Perszowskyj, erklärte, dass den Verletzten die notwendige medizinische Hilfe geleistet werde und der Assistent des Lokführers für eine weitere Behandlung nach Kiew gebracht werden soll.
Die Wiederherstellungsarbeiten haben bereits begonnen, werden jedoch durch die erhöhte Aktivität des Feindes in der Region erschwert. „Ukrsalisnyzja“ fordert die Passagiere auf, die Aktualisierungen des Fahrplans und die Umplanung der Routen aufmerksam zu verfolgen.
Die Ermittlungen zur Feststellung aller Umstände des Vorfalls laufen noch. „Ukrsalisnyzja“ arbeitet weiterhin mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die Sicherheit auf ihren Strecken zu gewährleisten.