In der Ukraine werden monatlich etwa 30.000 Personen mobilisiert, aber dies deckt nur die Hälfte des tatsächlichen Bedarfs an Menschen ab. Dies erklärte Roman Kostenko, Sekretär des Ausschusses der Werchowna Rada der Ukraine für nationale Sicherheit, Verteidigung und Geheimdienst, während einer Sendung bei Radio NV.

Kostenko stellte fest, dass die derzeitige Mobilisierung nur 50% der benötigten Anzahl an Soldaten sichert. Er betonte, dass die Zahl der Einberufenen im Jahr 2025 nicht dem erforderlichen Niveau entsprechen werde, insbesondere im Hinblick auf die Qualität der Ausbildung des Personals.

„Die Mobilisierung, die wir jetzt durchführen, selbst mit den 30.000, über die wir sprechen, kann als unangemessen in der Qualität charakterisiert werden. Das sind wahrscheinlich nicht mehr als 20.000 Soldaten im Jahr 2023“, bemerkte der Abgeordnete.

Einberufung an die Front und ihre Herausforderungen

Kostenko forderte auch die Einführung klarer Mobilisierungsregeln, um sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Einberufungen zu erhöhen. Er hob die Notwendigkeit hervor, mehrdeutige, aber notwendige Entscheidungen zu treffen, die Widerstand in der Gesellschaft hervorrufen könnten.

Früher wies Oberst Valentin Manko, Leiter der Abteilung für Sturmtruppen der Streitkräfte der Ukraine, auf das Problem der unrechtmäßigen Dienstunterbrechung (SÜ) durch Militärangehörige hin. Seinen Worten zufolge hat die Informationspolitik einen erheblichen Einfluss auf diese Situation. „Wir haben genügend Menschen, aber es fehlt an Informationspolitik“, fügte Manko hinzu.

Nach Meinung von Kostenko ist es wichtig, Wege zur Verbesserung des Mobilisierungssystems zu finden, da die Nichterfüllung des Einberufungsplans ernsthafte Folgen für die Verteidigungsfähigkeit des Landes haben kann.

Fazit

In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen für die ukrainische Armee ist es wichtig, nicht nur ausreichend Soldaten zu mobilisieren, sondern auch ihre qualitativ hochwertige Ausbildung und Vorbereitung zu gewährleisten. Die Aussagen von Roman Kostenko zeugen von einem Verständnis für die Kritikalität der Situation und der Notwendigkeit von Veränderungen in den Ansätzen zur Mobilisierung in der Ukraine.