Der Vorsitzende des „Zentrums zur Korruptionsbekämpfung“ Witalij Schabunin beschuldigte das Staatliche Ermittlungsbüro und das Büro des Generalstaatsanwalts, seine intimen Fotos in sozialen Netzwerken veröffentlicht zu haben. Dies teilte er am 16. Dezember auf seiner Facebook-Seite mit und behauptete, dass die Fotos von seinem Telefon stammten, welches von den Strafverfolgungsbehörden bei einer Durchsuchung beschlagnahmt worden war.

„RBD und BGS haben meine intimen Fotos von meinem Telefon, auf das sie während der Durchsuchungen Zugriff erhielten, auf Telegram-Kanälen geleakt“, schrieb Schabunin. Seinen Angaben zufolge war dies eine Rache für seine Aktivitäten und die kürzliche Veröffentlichung von Informationen über Strafverfolgungsbeamte, die, nach seinen Behauptungen, die Arbeit der NABU und SAP behinderten.

Er erklärte außerdem, dass die Handlungen der Strafverfolgungsbehörden ein „neuer Tiefpunkt“ seien und durch ihren Charakter empören.

Politische Unterstützung

Mehrere Abgeordnete sprachen ihre Unterstützung für Schabunin aus. Unter anderem schrieb Danijil Hetmancew, der Vorsitzende des Finanzausschusses der Werchowna Rada der Ukraine: „Egal, wie jemand zu Schabunin steht, hier verdient er Unterstützung... Ich fordere eine Untersuchung dieses Verbrechens und die Verantwortlichmachung der Schuldigen.“ Der Abgeordnete Oleksij Hontscharenko kommentierte ebenfalls: „Dies ist eine demonstrative Verhöhnung des Gesetzes.“

Wir erinnern daran, dass das RBD am 11. Juli Witalij Schabunin des Militärdienstentzuges und Betrugs verdächtigt hatte. Schabunin selbst behauptete, dass die Durchsuchungen rechtswidrig durchgeführt wurden und die Verdächtigungen als absurd ansieht.

Als Reaktion auf die Situation reichten Schabunins Verteidiger eine Beschwerde beim Sicherheitsdienst der Ukraine ein, um die Untersuchung des Vorfalls zu fordern und Informationen über die Ereignisse offenzulegen.