Am 25. Dezember starb im Alter von 83 Jahren die russische Schauspielerin Vera Alentowa, bekannt für ihre Rolle der Katharina im Film "Moskau glaubt den Tränen nicht", der 1981 einen "Oscar" erhielt. Dies teilte das Moskauer Puschkin-Theater mit, wo die Schauspielerin über 60 Jahre gearbeitet hatte.

Alentowa wurde während der Abschiedszeremonie für den Schauspieler Anatoli Lobozki im Majakowski-Theater unwohl. Rettungssanitäter versuchten sie zu reanimieren, konnten sie jedoch nicht retten. Nach inoffiziellen Angaben war die Todesursache akutes Herzversagen vor dem Hintergrund von Herzproblemen nach einer überstandenen Coronavirus-Erkrankung.

Biografie und Karriere

Vera Alentowa wurde am 21. Februar 1942 in Kotlas geboren. Nach dem Tod ihres Vaters zog sie mit ihrer Mutter in die Ukraine nach Krivoi Rog, wo sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. 1965 absolvierte sie die Schauspielschule beim MChAT und begann im Moskauer Puschkin-Theater zu arbeiten.

Den größten Ruhm brachte der Schauspielerin die Rolle der Katharina im Film "Moskau glaubt den Tränen nicht" (1979), den ihr Ehemann Wladimir Menschow drehte. Der Film erhielt den "Oscar" für den besten ausländischen Film. Zu anderen bekannten Arbeiten Alentowas gehören die Filme "Morgen war Krieg", "Shirli-mirli", "Balzac-Alter". Ihre letzte Rolle war die Mitwirkung im Film "Ampir V" (2022).

Auf der "schwarzen Liste" der Ukraine

2021 setzte das Ministerium für Kultur und Informationspolitik der Ukraine Vera Alentowa auf die Liste von Personen, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen. Grund waren ihre Gastspiele und Teilnahme an Propagandaveranstaltungen auf dem temporär besetzten Territorium der Krim.

Die Schauspielerin ist auch in der Datenbank des Zentrums "Friedensstifter" für bewusste Verletzung der ukrainischen Staatsgrenze und Teilnahme an Veranstaltungen auf besetztem Territorium verzeichnet. Eine ähnliche Position nahm auch ihr Ehemann ein - Regisseur Wladimir Menschow, der wiederholt ukrainophobe Äußerungen machte und offen die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine unterstützte.

Menschow starb 2021. Das Ehepaar hat eine Tochter - die Schauspielerin und Fernsehmoderatorin Julia Menschowa.