Vorübergehende Erleichterung für koreanische Technologieriesen
Die US-Regierung hat Samsung Electronics und SK Hynix eine jährliche Lizenz zur Lieferung von Mikrochip-Produktionsausrüstung an ihre Produktionsstätten in China für das Jahr 2026 erteilt, wie zwei Quellen berichteten.
Diese vorübergehende Erleichterung für die südkoreanischen Unternehmen erfolgte nach der Entscheidung der USA, früher in diesem Jahr frühere Lizenzbefreiungen für einige Technologieunternehmen aufzuheben. Washington führte ein jährliches Genehmigungssystem für Ausrüstungsexporte zur Mikrochipherstellung nach China ein.
Neue Exportvorschriften
Zuvor genossen Samsung, SK Hynix und TSMC den Status eines geprüften Endnutzers (VEU), der ihnen erlaubte, amerikanische Ausrüstung ohne Einschränkungen an chinesische Fabriken zu liefern. Dieser Status läuft jedoch am 31. Dezember aus, was bedeutet, dass spezielle Exportlizenzen für weitere Lieferungen erforderlich sind.
Es ist wichtig zu beachten, dass die US-Regierung weiterhin den technologischen Zugang Chinas einschränkt und das neue System eine jährliche Überprüfung von Ausrüstungslieferungsanträgen vorsieht. Washington macht dabei deutlich, dass keine Erweiterung oder Modernisierung von Produktionskapazitäten in China erlaubt wird.
Bedeutung für Hersteller
Für Samsung und SK Hynix bleibt China ein entscheidend wichtiges Produktionszentrum. Laut TrendForce entfallen etwa 30-35% der gesamten NAND-Chip-Produktion von Samsung und etwa ebenso viele DRAM-Chips von SK Hynix auf chinesische Anlagen.
Derzeit produziert Samsung etwa 270.000 NAND-Wafer pro Monat in den Werken in Xi'an, während SK Hynix etwa 100.000 Wafer pro Monat in Dalian herstellt. Das neue Genehmigungssystem wird es den Unternehmen ermöglichen, die Produktion fortzusetzen, wenn auch mit stärkeren Einschränkungen als zuvor.