Infolge massiver Raketenangriffe und Drohnenangriffe der russischen Armee kam es heute, am 29. November, in Kiew und mehreren benachbarten Regionen zu großflächigen Stromausfällen. Die Premierministerin der Ukraine, Julia Swiridenko, wies darauf hin, dass Objekte der Energieinfrastruktur in Kiew sowie in den Regionen Kiew, Tschernihiv, Sumy, Poltava und Charkiw betroffen sind.
Nach offiziellen Angaben sind in der Hauptstadt mehr als 500.000 Verbraucher ohne Strom, in der Region Kiew etwa 100.000. Bei den Angriffen wurden 29 Personen verletzt, zwei von ihnen starben. Die Premierministerin betonte, dass die Energietechniker bereits daran arbeiteten, die Stromversorgung in den Gebieten, wo es möglich ist, wiederherzustellen.
Stromabschaltpläne
Das nationale Energieunternehmen „Ukrenergo“ hat heute einen Stromabschaltplan veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass die Einschränkungen aufgrund der Folgen feindlicher Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine eingeführt werden. In der Ukraine werden stundenweise Verbrauchsbeschränkungen von 00:00 bis 23:59 mit einem Umfang von 0,5 bis 2,5 Schichten eingeführt.
Für die Bewohner von Kiew beträgt laut dem Plan die längste einmalige Abschaltung bis zu 3,5 Stunden. Ähnliche Pläne wurden für die Region Kiew genehmigt, wo die maximale Dauer der Abschaltungen bis zu 4 Stunden betragen kann. „Lvivoblenergo“ hat ebenfalls über Einschränkungen für die Region Lwiw informiert.
Folgen der Angriffe
Die Angriffe der Russen zielten darauf ab, der Energieinfrastruktur Schaden zuzufügen, was mit Sicherheit eine Herausforderung für die Energiesystem der Ukraine darstellt. Zuvor wurde auch berichtet, dass, falls es keine neuen Angriffe gibt, die Abschaltpläne gemildert werden könnten.
Julia Swiridenko dankte allen Diensten, die an der Beseitigung der Folgen der Angriffe arbeiten, und forderte die Bürger auf, in dieser schwierigen Zeit vorsichtig zu sein. „Wir arbeiten koordiniert, um den Betroffenen zu helfen“, bemerkte sie in ihrer Mitteilung.