Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwägt die Möglichkeit, den Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) Wassyl Maljuk von seinem Posten zu entbinden, wie informierte Quellen aus Regierungskreisen berichten.
Laut den Publikationen «Ukrainska Prawda» und «RBK-Ukraine» beabsichtigt der Präsident, Maljuk auf eine andere Staatsposition zu versetzen. Insbesondere werden Optionen wie seine Ernennung zum Leiter des Auslandsgeheimdienstes oder zum Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine in Betracht gezogen.
Gründe für eine mögliche Veränderung
Quellen deuten auf mehrere mögliche Gründe für die personelle Umstellung hin. Der ehemalige Leiter des Präsidentenbüros, Andrej Jermak, habe angeblich Maljuks Rücktritt angestrebt, da dieser laut Jermaks Darstellung die Operation "Midas" "übersehen" habe.
Position der Abgeordneten
Der Volksabgeordnete Roman Kostenko, der Sekretär des Ausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Aufklärung ist, spricht sich gegen Maljuks Entlassung aus. "Meiner Meinung nach sollte man mit einer solchen Entscheidung nicht vorschnell sein", erklärte Kostenko.
Erfolge des SBU unter Maljuks Führung
Während Wassyl Maljuks Leitung führte der SBU eine Reihe von aufsehenerregenden Spezialoperationen durch, darunter:
- Angriffe auf die Krim-Brücke
- Zerstörung russischer Schiffe durch Meeresdrohnen Sea Baby
- Operation "Spinnennetz"
- Liquidierung hochrangiger russischer Offiziere
Die endgültige Entscheidung über die Entlassung des SBU-Chefs liegt beim Obersten Rat der Ukraine auf Vorschlag des Präsidenten.