Präsident der Ukraine entzieht Olympiasportlerin Stipendium

Präsident Wolodymyr Selenskyj erließ am 24. Dezember einen Erlass zur Entziehung des Präsidenten-Stipendiums für die Wasserspringerin Sofiya Lyskun, die kürzlich die russische Staatsbürgerschaft erhalten hat.

Die 23-jährige Sportlerin, die in Luhansk geboren wurde und die ukrainische Nationalmannschaft bei den letzten beiden Olympischen Spielen vertrat, erklärte in einem Interview mit einem russischen Propagandamedium, dass sie nach Moskau gezogen sei und beabsichtige, für die russische Nationalmannschaft anzutreten.

Sportliche Erfolge von Lyskun

  • Europameisterin im gemischten Team
  • Silbermedaillengewinnerin der Jugend-Olympischen Spiele 2018
  • Teilnehmerin der Olympischen Spiele in Tokio (2021) und Paris (2024)
  • Goldmedaillen bei Europameisterschaften 2018 und 2024

Sofiya Lyskun behauptet, dass sie sich nach dem Umzug nach Kiew im Jahr 2014 isoliert fühlte und keine berufliche Weiterentwicklung hatte. Sie erklärte auch, dass sie nie darüber nachgedacht habe, für welchen Staat sie antrete.

Lyskun erhielt das Präsidenten-Stipendium ab April 2025, wurde aber nun aufgrund der Änderung ihrer Staatsbürgerschaft und ihrer öffentlichen Haltung dessen enthoben.