Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, bestätigte während eines Treffens mit Journalisten in Bischkek, dass die RF bereit ist für das Szenario "Krieg bis zum letzten Ukrainer". Diese gefährliche Situation kommentierte der ukrainische Journalist und Publizist Vitali Portnikov in seinem Blog auf Facebook.
Portnikov bemerkte, dass Putins Worte lediglich seine Schlussfolgerungen bestätigen, die er bereits im Februar 2022 gezogen hat: Der Kreml betrachtet den Krieg nicht nur als Kampf um Gebiete, sondern auch als Methode, um "die endgültige Lösung der Ukraine-Frage" zu erreichen. Er betonte, dass Putin die Ukraine nicht für die Entwicklung benötigt, sondern nur als "riesige Militärbasis", um Raketen näher an Europa zu stationieren.
Blick auf die besetzten Gebiete
Portnikov wies auch darauf hin, dass Russland beabsichtigt, die vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine, wie Melitopol, in eine Wüste zu verwandeln. Er merkte an, dass die Ukraine nie wieder auf diese Gebiete zurückkehren wird, da sie "von der lokalen Bevölkerung gesäubert" sind und zukünftiger Entwicklung nicht zugänglich sind.
Historische Perspektive
Als Beispiel führt Portnikov das Kaliningrader Gebiet an, wo es bis vor Kurzem keine Investitionen gab aufgrund von Unsicherheiten darüber, ob das Gebiet unter russischer Kontrolle bleiben würde. Jetzt hat der Kreml vor, dieses Szenario in der Ukraine zu wiederholen, indem er die besetzten Regionen ohne Menschen und Ressourcen lässt.
Nach Portnikovs Meinung stärken sich die patriotischen Stimmungen in der Ukraine nur unter dem Einfluss der russischen Bedrohungen, und jede Versuche, Frieden mit dem Kreml zu erreichen, erscheinen als diplomatische Gesten ohne realistische Erfolgschancen. "Die internationale Gemeinschaft muss nicht nur den Krieg stoppen, sondern auch den 'im Kreml genehmigten Völkermord', betonte er und hob die Notwendigkeit hervor, den Druck auf Russland zu erhöhen.
Eine solche Position erfordert vom Westen, die Sanktionen und andere Maßnahmen zu intensivieren, um die Aggression gegen die Ukraine zu stoppen und ihr Volk zu schützen.