In der selbsternannten Pridnestrowischen Moldauischen Republik hat sich die Situation mit der Gasversorgung erneut verschärft, was wirtschaftliche und soziale Schwierigkeiten verursacht. Pridnestrowien führt zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Sparregime ein aufgrund von Zahlungsproblemen für Gas, das durch finanzielle Hilfe aus Russland finanziert wird.

Der Wirtschaftsminister der PMR, Sergej Obolonik, bemerkte, dass die Region in den nächsten anderthalb Wochen Gas nur in begrenzter Menge erhalten wird. Dies liegt an Schwierigkeiten bei der Wiederherstellung des Finanzflusses aus Russland. „Die vorhandenen Gaslieferungen werden in erster Linie zur Stromerzeugung für die Bevölkerung und humanitäre Bedürfnisse verwendet“, fügte er hinzu.

Der Ausnahmezustand in Pridnestrowien ist die Folge instabiler Gaslieferungen im Dezember 2025 aufgrund von Verzögerungen bei Finanztransaktionen durch europäische Banken. Zuvor, seit dem 1. Januar 2025, wurde der Transit von russischem Gas durch die Ukraine eingestellt, was die Behörden zwang, nach alternativen Bezugsquellen zu suchen.

Nach langen Verhandlungen wurden die Lieferungen im Februar dank eines Vertrags mit der Firma „MET Gas and Energy Marketing AG“ in Abstimmung mit der moldauischen „Moldovagaz“ und „Tiraspoltransgaz“ wieder aufgenommen. Die Instabilität der Versorgung bleibt jedoch ein erhebliches Problem.

Der Energieexperte Sergej Tofilat meint, dass unzureichende Finanzierung zu weiteren Krisen führen könnte: „Es gibt keine Garantie dafür, dass das kostenlose Gas nicht ausgeht, was zu einer humanitären Krise führen könnte“. Er betont die Notwendigkeit, einen Plan zur Wiedereingliederung Pridnestrowiens zu entwickeln, falls Moskau die Unterstützung einstellt.

Die Wirtschaft Pridnestrowiens hängt stark von der Gasversorgung ab, und der Mangel an Ressourcen führt zur Stilllegung der Industrieunternehmen, was zu einer Reduzierung der fiskalischen Einnahmen und sozialen Programme geführt hat.