Der selbsternannte Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, erklärte, dass das russische Raketensystem „Oreschik“ auf das Territorium des Landes eingetroffen sei. Gestern Abend kam der Komplex aus Russland an und hat bereits begonnen, Aufgaben im Kampfdienst zu erfüllen, wie von der staatlichen Agentur „Belta“ veröffentlicht.
Zuvor, am 17. Dezember, erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin, dass der Komplex „Oreschik“ bis Ende 2025 in die Kampftruppen der Armee aufgenommen werde. Bereits im November 2024 wurde der Komplex jedoch bei einem Angriff auf die Stadt Dnipro eingesetzt. Fachleute berichteten, dass die Rakete damals ohne Sprengkopf eingesetzt wurde.
Kritik und Expertenkommentare
Der Einsatz des „Oreschik“-Komplexes rief Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft hervor. Die USA bestätigten offiziell den Einsatz dieser ballistischen Rakete durch Russland beim Angriff auf Dnipro. Präsident Putin deutete auf die Möglichkeit hin, den Komplex gegen „Entscheidungszentren in Kiew“ einzusetzen.
Gleichzeitig führten die russischen Streitkräfte im Oktober 2025 Tests anderer Systeme durch, wie der Burewestnik-Rakete mit Atomantrieb. Diese Maßnahmen erzeugen zusätzliche Besorgnis weltweit bezüglich der russischen Militärprogramme.
Historischer Einsatz von „Oreschik“
Laut inoffiziellen Informationen ist „Oreschik“ eine Modifikation der RS-26 „Rubezh“-Rakete und hat eine potenzielle Reichweite von bis zu 5500 km. Im Juli 2024 wurde in der Ukraine eine ähnliche Rakete während militärischer Übungen auf dem Testgelände „Kapustin Jar“ in Russland zerstört, was vom Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes bestätigt wurde.
Derzeit ist der Raketensystemkomplex vermutlich in Belarus stationiert, was das Bedrohungsniveau in der Region erhöht. Lukaschenko behauptet, dies stehe im Einklang mit zuvor mit Putin getroffenen Vereinbarungen.