Infolge massiver Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine, die am 6. Dezember stattfanden, hat sich die Situation mit der Stromversorgung in der Hauptstadt und der Region Kiew kritisch entwickelt. Laut Informationen, die von „Ukrenergo“ bereitgestellt wurden, gibt es in den meisten Regionen der Ukraine, einschließlich Kiew, Abschaltpläne mit einem dauerhaften Zeitraum von bis zu 12-16 Stunden pro Tag.

Situation der Energieversorgung

Der Vorsitzende des Vorstands von NEK „Ukrenergo“, Vitalij Zaïtchenko, merkte an, dass die Wiederherstellung des normalen Stromversorgungsbetriebs mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. „Die Situation ist ziemlich schwierig... Wir sprechen bereits nicht mehr von Tagen, sondern von Wochen, in denen das Energiesystem wiederhergestellt werden muss“, sagte Zaïtchenko in einem Telemarathon am Samstagabend.

Abschaltpläne

Laut Zaïtchenko gibt es mehrere Gründe für die Fortsetzung der Abschaltungen. Insbesondere hat aufgrund feindlicher Angriffe die Anzahl der prognostizierten Maßnahmen zur Einschränkung des Stromverbrauchs erheblich zugenommen. Am Wochenende, dem 7. Dezember, werden für die Bewohner der Region Kiew erneut Abschaltpläne eingeführt, bei denen der Strom abwechselnd abgeschaltet wird.

Informationen zu den Abschaltplänen wurden auch von der Presseabteilung von „DTEK“ bestätigt, die mitteilte, dass die Kiewer mit neuen Einschränkungen rechnen müssen. Angesichts der Wetterprognosen wird die Überlastung des Verbrauchs selbst bei Minusgraden kaum einen signifikanten Einfluss auf die Dauer der Abschaltungen haben, versicherte Zaïtchenko.

Empfehlungen für Verbraucher

„Ukrenergo“ forderte die Verbraucher auf, ihren Stromverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren und nur die notwendigsten Geräte in Betrieb zu halten. „Nutzen Sie Energie nachts oder bei sonnigem Wetter“, fügte Zaïtchenko hinzu und wies auf den Einfluss des Wetters auf die Abschaltpläne hin.

Die Energiesituation bleibt angespannt, und die Einhaltung der Stromverbrauchsregeln kann helfen, die Belastung des Systems in Krisenzeiten zu verringern.