Der Bundeskanzler Deutschlands, Friedrich Merz, erklärte am Mittwoch, dass die Ukraine am 1. Januar 2027 nicht dem Europäischen Union beitreten könne.

Quelle: Merz, zitiert dpa

Kommentare: Laut einem deutschen Bericht äußerte Merz diese Informationen nach einem Treffen mit seinen Koalitionspartnern in Berlin.

Zitat von Merz: "Ein Beitritt am 1. Januar 2027 ist unmöglich. Das ist nicht realistisch."

Zusätzliche Informationen: Der Kanzler betonte, dass Länder, die Mitglied der EU werden wollen, zunächst die Kopenhagener Kriterien erfüllen müssen, was in der Regel mehrere Jahre dauert.

Dennoch betonte er, dass die Ukraine eine Perspektive haben müsse, die einen Weg zum Beitritt in der Zukunft sicherstellt.

Zitat von Merz: "Wir können die Ukraine schrittweise näher an die Europäische Union heranführen."

"Das ist möglich, aber ein so schneller Beitritt ist einfach nicht realistisch."

Was den Krieg mit Russland betrifft, so bemerkte Merz, dass es derzeit andere Prioritäten gibt.

Zitat von Merz: "Wir halten engen Kontakt zu den Delegationen der USA und der Ukraine. Wir haben auch gemeinsam Dokumente vorbereitet, und es ist gut, dass direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland stattfinden."

"Wir unterstützen diese Verhandlungen stark und hoffen, dass sie so schnell wie möglich abgeschlossen werden."

Kommentare: Es sei angemerkt, dass Merz' Worte nach Äußerungen seines Parteikollegen und Außenministers Johann Wadephul fielen, der erklärte, dass die Ukraine eine faire Chance auf die EU-Mitgliedschaft verdient.

Zitat von Wadephul: "Für den Aufbau einer stabilen Friedensarchitektur in Europa benötigt die Ukraine eine faire Chance auf den Beitritt zur EU."

Wadephul nannte kein mögliches Beitrittsdatum, betonte jedoch, dass es für Kiew, wie auch für die Kandidaten aus dem Westbalkan, keine verkürzten Wege geben könne.

Zitat von Wadephul: "Eine der wichtigsten Sicherheitsgarantien, die wir der Ukraine derzeit geben können, ist eine realistische Perspektive für den Beitritt zur EU."

Zusätzliche Informationen: Laut dem Minister mag dieser Schritt weit entfernt erscheinen, aber der Sieg der Ukraine im Kampf gegen den russischen Aggressor ist wichtig für Deutschland und die Europäer.

Wir erinnern daran:

Die Präsidentin der Europäischen Kommission teilte mit, dass die EU und die USA nahe an einer Vereinbarung über den "Wohlstandsplan" für die Ukraine sind, der auf fünf Säulen basiert: Produktivität, Integration der Ukraine in den EU-Markt, Investitionen, Geber und Reformen.

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán erklärte, dass den Führern auf dem informellen EU-Gipfel ein vertrauliches Dokument der Europäischen Kommission vorgelegt wurde, das die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union bis 2027 vorsieht.

Der Außenminister Andrij Sybiga reagierte auf die Aussage des ungarischen Premierministers Viktor Orbán, der sagte, dass "man die Ukraine 100 Jahre lang nicht in die EU lassen könne", und stellte fest, dass Orbán seinen Einfluss auf diesen Prozess übertreibe.