Das Energieunternehmen DTEK hat Pläne für geplante Stromabschaltungen am 26. Dezember für Verbraucher in den Gebieten Kiew und Dnipropetrowsk veröffentlicht. Die Entscheidung wurde infolge von Beschränkungen getroffen, die in der gesamten Ukraine nach einem erneuten russischen Angriff auf die Energieinfrastruktur angewendet werden.
Wie im Telegram-Kanal des Unternehmens mitgeteilt wurde, werden die Abschaltungspläne den ganzen 26. Dezember über gelten. Vertreter des Staatsunternehmens "Ukrenergo" warnten, dass die Strombeschränkungen sowohl private als auch industrielle Verbraucher in den meisten Regionen des Landes betreffen werden.
Gründe für die Einführung von Beschränkungen
In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, am Vorabend von Weihnachten, führte Russland einen massiven Angriff auf ukrainische Energieanlagen durch. Infolge des Beschusses wurden Verbraucher in fünf Gebieten ohne Strom gelassen: Tschernihiw, Sumy, Dnipropetrowsk, Charkiw und Odessa.
Besonders schwierig war die Situation in den Gebieten Sumy und Poltawa, wo auf Anordnung von "Ukrenergo" Notabschaltungen für fünf Verbrauchergruppen in jeder Region eingeführt wurden.
Positive Veränderungen in einigen Regionen
Gleichzeitig berichteten am Abend des 25. Dezember die Gebietsenergieversorger über die Aufhebung der Abschaltungspläne bis zum Ende des Tages in fünf Gebieten: Lwiw, Wolyn, Tscherniwzi, Iwano-Frankiwsk und Ternopil.
Das ukrainische Energieministerium stellte fest, dass die Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten rund um die Uhr fortgesetzt werden. Die Energietechniker arbeiten an einer schnelleren Wiederherstellung der stabilen Stromversorgung in allen Regionen des Landes.
Auswirkungen auf die Industrie
Infolge des Angriffs stellte das Metallurgiekombinat "Zaporizhstal", das zur "Metinvest"-Gruppe gehört, vorübergehend seine Arbeit ein. Dank der schnellen Maßnahmen des Personals und der Nutzung von Notstromquellen konnte das Unternehmen jedoch am Abend desselben Tages die Produktion wieder aufnehmen.
Laut dem Vertreter der Saporischscher Gebietsverwaltung Alexander Kowalenko war dies erst die zweite Notstilllegung des Kombinats seit dem Zweiten Weltkrieg.