Russische Truppen führten am Morgen des 24. Dezember eine Serie von Raketenangriffen auf das Heizkraftwerk in einem Vorort von Charkiw durch. Infolge des Angriffs wurde eine Person getötet, weitere 13 Personen erlitten Verletzungen verschiedenen Schweregrades.

Dies berichteten der Leiter der regionalen Militärverwaltung Charkiw, Oleg Sinegubow, und der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow.

Folgen des Angriffs für die Stadt

Die Angriffe auf das Heizkraftwerk verursachten einen erheblichen Spannungsabfall in Charkiw, was sich negativ auf die städtische Infrastruktur auswirkte:

  • Probleme mit der Wärmeversorgung in der gesamten Stadt
  • Vorübergehend erschwerte Arbeit des Elektrotransports in den Bezirken Rohan, ChTZ, Neue Bavaria und Kalter Berg
  • Es gab Unterbrechungen im U-Bahn-Betrieb, aber der Verkehr wurde bereits wiederhergestellt
  • Notfall-Stromabschaltpläne wurden eingeführt

Rettungsarbeiten und Wiederherstellung

Laut Bürgermeister Terechow führen die zuständigen Dienste derzeit Schadensbewertungen durch und bestimmen das tatsächliche Ausmaß der Zerstörungen. Wo technisch möglich, wird das Energiesystem in den "Energieinsel"-Modus umgestellt, um die Folgen für die Stadtbewohner zu reduzieren.

Alle Verletzten wurden hospitalisiert und erhalten hochqualifizierte medizinische Hilfe. Zunächst wurde von 11 Verletzten berichtet, aber später stieg die Zahl auf 13 Personen.

Großangiff auf das Energiesystem

Der Angriff auf das Charkiwer Heizkraftwerk war Teil eines Großangriffs russischer Truppen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine in der Nacht zum 24. Dezember. Infolge der Angriffe wurden neue Stromausfälle in den Gebieten Sumy, Dnipropetrowsk, Cherson, Charkiw und Tschernihiw verzeichnet.

Besonders schwierig ist die Situation angesichts der Wetterbedingungen: Nach Angaben des ukrainischen Wetterdienstes herrschen am 24. Dezember in Charkiw Minustemperaturen - tagsüber bis zu sechs Grad Frost, nachts bis zu -10 Grad.