Das nationale Tanz- und Gesangsensemble «Huzuliya» wurde Opfer eines brutalen Angriffs in der Westukraine. Der Vorfall ereignete sich nach der Rückkehr von Tourneen in Polen und Finnland, als die Künstler an der Tankstelle «OKKO» in der Stadt Sheptytsky hielten.

Ungefähr um drei Uhr morgens, entgegen der geltenden Ausgangssperre, brach eine Gruppe von sechs aggressiven jungen Männern und drei Mädchen in den Bus des Ensembles ein und verhielt sich unangemessen. Sie verwüsteten die Dinge der Künstler, provozierten einen Konflikt und setzten physische Gewalt gegen die Darsteller ein. Mehrere Mitglieder des Ensembles wurden verletzt, darunter einige mit gebrochenen Nasen, zahlreichen Prellungen und sogar einer Gehirnerschütterung.

„Es war kein Konflikt, sondern ein gezielter, einseitiger Angriff. Wir haben keinen Zweifel daran, dass dies kein Zufall während einer Schlägerei war“, bemerkte der Vertreter von «Huzuliya», Vasyl Sheremeta.

Die Bemühungen von «Huzuliya» zielen nicht nur darauf ab, die ukrainische Kultur zu fördern, sondern auch eine freiwillige diplomatische Mission durchzuführen. Daher war der Angriff ein besonderer Schlag, nicht nur physisch, sondern auch psychisch.

Reaktion der Sicherheitskräfte

Trotz der Offensichtlichkeit der Situation hebt das Ensemble die unzureichende Reaktion der Sicherheitskräfte hervor, die am Tatort eintrafen. Laut den Verletzten haben die Polizisten die Angreifer nicht festgenommen, sondern stattdessen mit ihnen gesprochen, trotz ihres aggressiven Verhaltens und der unflätigen Sprache.

„Warum wurden die Leute, die Verletzungen zugefügt haben, nicht festgenommen? — fragen die Künstler in ihrer Erklärung. — Dies ist eine Frage der Sicherheit der Menschen und des Vertrauens in die Strafverfolgungsbehörden. Wir suchen keinen Hype — wir suchen Gerechtigkeit“, betonten sie.

„Huzuliya“ plant bereits in dieser Woche, ihre Tour in Polen fortzusetzen. Vorher muss das Ensemble jedoch Gerechtigkeit und Sicherheit für sich selbst in der Ukraine erreichen. Die Situation sorgt für Empörung in der Öffentlichkeit, da solche Vorfälle ohne angemessene Reaktion der Strafverfolgungsbehörden wiederholt auftreten können.

Das Video des Vorfalls kann auf der offiziellen Seite von «Huzuliya» angesehen werden, wobei angemerkt wird, dass dort unflätige Sprache zu hören ist.