Am 12. Februar gedenkt die orthodoxe Kirche in der Ukraine des heiligen Meletius, Erzbischof von Antiochia. Dieser Tag, unter dem Volk als Alexeiv bekannt, ehrt auch den Heiligen Alexis, Metropolit von Kiew, und die wundertätige Iwerische Ikone der Muttergottes.

Kirchliche Feierlichkeiten

Heute gedenken die Ukrainer im kirchlichen Kalender des heiligen Meletius, der im 4. Jahrhundert für seinen Kampf um die Reinheit der christlichen Lehre bekannt war. Sein Lebensweg zeigt an einem Beispiel unerschütterlichen Glaubens, wie man in Zeiten von Repressionen standhaft bleibt.

Darüber hinaus hat der 12. Februar eine wichtige Bedeutung durch das Gedenken an den Heiligen Alexis, der mit dem Geschenk des Wundertuns berühmt wurde. Er half den Menschen, kümmerte sich um die Armen und gründete Kirchen und Klöster. Sein Andenken wird mit Gebeten um Heilung und Unterstützung in schwierigen Zeiten geehrt.

Volkstraditionen und Vorzeichen

In der ukrainischen Volkstradition sind am 12. Februar bestimmte Bräuche und Vorzeichen etabliert. Nach Brauch stellen Gläubige die Ikone der Iwerischen Gottesmutter am Eingang des Hauses auf, um vor Unglück zu schützen. An diesem Tag ist es auch üblich, Fischgerichte zuzubereiten, die Wohlstand und Glück im Haus symbolisieren.

Es gibt Volksweisheiten, die auf das Wetter und die Zukunft hinweisen. So deutet ein klarer Himmel auf einen frühen und warmen Frühling hin, während kaltes Wetter am Alexei einen warmen März verspricht.

Maßnahmen und Verbote

Heute wird davon abgeraten, neue Vorhaben zu beginnen oder wichtige Projekte zu planen, da der Aberglaube besagt, dass solche Unternehmungen vergeblich sein könnten. Stattdessen ist es besser, sich um das Aufräumen zu kümmern und alte Dinge loszuwerden.

Es ist wichtig, Freundlichkeit zu bewahren und sich von schlechten Worten fernzuhalten, um kein Unglück über die eigene Familie heraufzubeschwören. Die Träume in dieser Nacht gelten als prophetisch, daher wird empfohlen, auf sie zu achten.

So wird der 12. Februar nicht nur zu einem Fest des Gedächtnisses der Heiligen, sondern auch zu einem Ort, an dem Traditionen sich treffen, aus denen jeder Inspiration und Hoffnung schöpfen kann.