Die Situation mit der Stromversorgung in der Ukraine hat sich in den letzten Tagen erheblich verschlechtert. Laut Informationen der Firma „DTEK“ hat in einigen Regionen die Dauer der Stromausfälle 12-16 Stunden erreicht. Grund für diesen Zustand ist einer der größten Raketenangriffe der Streitkräfte Russlands auf die Energieinfrastruktur, der in der Nacht auf Samstag stattfand. Es wurde berichtet, dass 714 Raketen und Drohnen eingesetzt wurden.
Trotz der Wirksamkeit des Systems zur Luftabwehr (Luftschutz) hat das Energiesystem der Ukraine erhebliche Schäden erlitten, was sich direkt auf die Menge an verfügbarer Elektrizität ausgewirkt hat. Von den Angriffen betroffen waren Heizkraftwerke, insbesondere das „DTEK Heizkraftwerk“, sowie Hochspannungsnetze. Dies führte zu Problemen bei der sicheren Übertragung von Elektrizität an die Verbraucher.
Infolge der Schäden an den Hochspannungsnetzen waren die Atomkraftwerke (AKW) gezwungen, ihre Leistung zu reduzieren, da die Netze nicht in der Lage sind, die gesamte benötigte Elektrizität sicher zu empfangen und zu übertragen. „Infolge der gezwungenen Leistungsreduzierung der AKWs bleibt in der Ukraine noch weniger Elektrizität verfügbar“, betonen die Fachleute des Unternehmens.
Der Leiter der Pressestelle von „DTEK“ versichert, dass die Teams von Energietechnikern ununterbrochen arbeiten, jedoch benötigt der Wiederherstellungsprozess der beschädigten Infrastruktur erheblich Zeit. Die schlimmste Situation herrscht in den frontnahen Gebieten, wo der Bedarf an Wiederherstellung am kritischsten ist.
Im Kontext der letzten Ereignisse ist es bemerkenswert, dass, wie der Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftabwehr, Jurij Hnaty, erklärte, Russland derzeit über ausreichende Ressourcen für massierte Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine ein- bis zweimal pro Woche verfügt.