Heute, am 22. November, feiert die orthodoxe Kirche der Ukraine ein kirchliches Fest, das im Volksmund als Prokopi-Tag bezeichnet wird. An diesem Tag wird der fromme Fürst Jaropolk Izyaslavich, einer der herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte der Rus, geehrt, und es wird an alle Opfer der Holodomor und der Repressionen erinnert.
Die Ehrung von Jaropolk Izyaslavich
Laut dem neuen Kirchenkalender wird heute an Fürst Jaropolk erinnert, der der Enkel von Jaroslaw dem Weisen war. Jaropolk regierte in Wladimir-Volynsky und wurde eine der Schlüsselpersonen in der Geschichte der frühen Rus. Sein Leben fiel in eine Zeit innerer Konflikte, und er starb tragisch am 22. November durch eine Verschwörung.
Erinnerung an die Opfer der Holodomor
Dieser Tag ist auch ein Gedenktag, denn in den Kirchen der Ukraine finden Gottesdienste zu Ehren der Opfer der Holodomor statt. Die orthodoxe Kirche der Ukraine hat die Tradition eingeführt, an alle zu erinnern, die an Hunger, Verfolgung und Krieg gestorben sind.
Traditionen und Bräuche
Der 22. November wird im Volksmund als Prokopi-Tag bezeichnet und mit Traditionen der Barmherzigkeit verbunden. An diesem Tag ist es Brauch, den Bedürftigen Almosen zu geben und denen zu helfen, die Hilfe benötigen. Es sei daran erinnert, dass in den ukrainischen Kirchen um 16:00 Uhr eine landesweite Schweigeminute und das Anzünden von Gedenkkerzen für die Verstorbenen stattfinden.
Verbote am Prokopi-Tag
An diesem Tag verbietet die orthodoxe Kirche, sich zu ärgern, zu lästern, neidisch zu sein und Gier zu zeigen. Es wird auch nicht empfohlen, Essen auf Gräbern zu lassen; es ist besser, es für Almosen zu spenden. Dieser Tag ist eine Zeit für Reflexion und Unterstützung füreinander.
Insgesamt ist der 22. November ein wichtiger Tag für die Ukrainer, an dem sowohl spirituelle als auch historische Aspekte geehrt werden und an die Bedeutung von Erinnerung und Barmherzigkeit in unserer Gesellschaft erinnert wird.