Heute, am 12. Dezember, wird im orthodoxen Kalender der Gedenktag des heiligen Bischofs Spyridon von Trimythous gefeiert. Dieses Datum ist im Volk auch als Spyridon-Tag bekannt und hat viele Traditionen, Zeichen und Verbote.
Geschichte des Heiligen Spyridon
Der heilige Spyridon wurde um das Jahr 270 auf Zypern in einer armen Familie geboren. In seiner Kindheit arbeitete er als Hirte, und gerade diese einfache Arbeit prägte in ihm ein tiefes Gefühl von Demut und Liebe zu Gott und den Nächsten.
Nach dem Tod seiner Frau wurde er Bischof der Stadt Trimythous und erlangte Berühmtheit durch seine Wunder. Der heilige Spyridon nahm am Ersten Konzil von Nizäa teil, wo er, indem er den Dogma der Heiligen Dreifaltigkeit anschaulich bewies, Anerkennung unter den Gläubigen erlangte.
Heute werden seine Reliquien auf der Insel Korfu aufbewahrt, wo jedes Jahr Wallfahrten stattfinden.
Traditionen und Zeichen
An Spyridon-Tag wenden sich die Gläubigen an den Heiligen mit Bitten um Gesundheit für Kinder und Eltern, Segnungen in der Ehe und Harmonie in der Familie. Es gibt die Tradition, Unglücke abzuwenden, indem man das Haus mit kalter Luft reinigt.
Verbote am 12. Dezember
- Es wird nicht empfohlen, alte Kleidung zu tragen, da dies Armut und Misserfolge bringen kann.
- Es sollte keine lange Reise unternommen werden; wenn es keine Möglichkeit gibt, die Reise zu verschieben, sollte vor der Abreise gebetet werden.
- Es ist verboten, im Almosen zu verweigern, da dies zu persönlichen Schwierigkeiten führen kann.
- Es wird geraten, keine Pläne zu schmieden und laut über neue Vorhaben zu sprechen.
Zeichen am 12. Dezember
Laut volkstümlichen Vorstellungen kann das Wetter an diesem Tag den Winter vorhersagen: Wenn der Himmel klar ist, wird der Winter kalt sein, wenn es regnet – wird er mild sein. Starkes Frostwetter kündigt langanhaltende Kälte in naher Zeit an.
Der 12. Dezember ist ein Tag, an dem man vorsichtig sein und auf die Zeichen achten sollte, da dies das ganze folgende Jahr beeinflussen kann.