In der Nacht zum 20. Dezember führte die russische Armee einen erneuten Angriff auf die Region Mykolajiw durch, infolgedessen blieben einige Ortschaften ohne Stromversorgung. Dies teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Mykolajiw, Vitalii Kim, mit.
Seinen Angaben zufolge wurden die Bezirke Baschtansk, Mykolajiw sowie teilweise der Bezirk Wosnessensk durch den Beschuss getroffen. Alle kritischen und sozialen Infrastrukturobjekte wurden auf Generatoren und alternative Energiequellen umgeschaltet, die Funktionsfähigkeit der Heiz-, Wasser- und Abwassersysteme wurde sichergestellt. Maßnahmen zur Stabilität der Mobilfunknetze werden durchgeführt.
Trotz des Beschusses wurden in Mykolajiw Trolleybusse mit autonomen Antrieb, Busse und private Verkehrsmittel in Betrieb genommen. Kim betonte, dass die Energieversorger schrittweise die Stromversorgung für die Verbraucher wiederherstellen.
Massiver Drohnenangriff
Russische angreifende unbemannte Luftfahrzeuge verursachten Brände auf dem Gelände einer Autogaragenanlage in Mykolajiw, wobei zwei Garagen, ein Pkw und ein Traktor zerstört wurden. Der staatliche Notfalldienst der Ukraine löschte rasch das Feuer, das eine Fläche von etwa 50 qm erfasste. Zudem wurden fünf weitere Garagen und ein Fahrzeug beschädigt.
Glücklicherweise wurde bei dem Angriff niemand verletzt. Ähnliche Angriffe fanden auch am 19. Dezember statt, als die Russen Raketenangriffe auf die Hafeninfrastruktur der Region Odessa durchführten, wobei acht Menschen getötet und 27 weitere verletzt wurden.
Vitalii Kim stellte fest, dass die Wiederherstellungsarbeiten im Gange sind und sich die Situation allmählich stabilisiert.