Bekannte Filmproduzenten haben sich mit einem offenen Brief an den US-Kongress gewandt, in dem sie sich gegen die mögliche Fusion von „Netflix“ und „Warner Bros. Discovery“ aussprechen. In dem Brief äußern sie Bedenken, dass eine solche Fusion den Kinomarkt ruinieren könnte.

Eine anonyme Gruppe führender Vertreter der Branche, die den Brief unterschrieben hat, betont, dass die Vereinbarung nicht nur unabhängigen Filmen ernsthaft schaden, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität Hollywoods insgesamt gefährden könnte. In dem Dokument heißt es, dass „Netflix“ die Möglichkeit haben wird, die Dauer zu verkürzen, während der die Filme von „Warner Bros.“ in Kinos gezeigt werden, bevor sie auf der gemeinsamen Plattform „Netflix-HBO Max“ erscheinen. Es wird erwartet, dass bei Umsetzung der Vereinbarung dieses Kinofenster auf lediglich zwei Wochen verkürzt wird.

Die Warnung vor der Fusion wird auch durch Argumente untermauert, dass „Netflix“ die Lizenzgebühren für Filmvorführrechte erheblich senken könnte, was eine zusätzliche Belastung für die Kinobranche schaffen würde. Ein zentraler Punkt im Brief ist der Aufruf an die Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses, ihre Proteste gegen die Vereinbarung zu äußern und diese mit „maximaler Anti-Monopol-Kontrolle“ zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang bieten die Konkurrenten von „Netflix“, wie „Comcast“ und „Paramount“, aktiv Alternativen an und betonen ihre Bereitschaft, die theatrical distribution von „Warner Bros.“-Filmen zu unterstützen und die Prinzipien der Selbstständigkeit zu wahren. Insbesondere hat sich „Paramount“ verpflichtet, mindestens 14 Filme pro Jahr für die Kinos herauszubringen.

Dieser Brief zeigt die tiefe Besorgnis einflussreicher Vertreter der Filmindustrie, die über viele Jahre hinweg die Bedeutung traditioneller Kinoräume als Grundlage der Ästhetik des Kinos verteidigen.