Heute, am 26. November, feiern die Gläubigen das Kirchenfest zu Ehren des heiligen Märtyrers Georg, auch bekannt als Georg. Dieser Tag wird im Volk als Georgstag bezeichnet und ist mit vielen Traditionen und Verboten verbunden.
Historischer Hintergrund des Festes
Am 26. November wird im neuen Kalender die Weihe der Kirche des heiligen Märtyrers Georg in Kiew geehrt, die bereits im Jahr 1051 stattfand. Die zu Ehren des heiligen Georgs des Siegers erbaute Kirche wurde zu einem der ersten Heiligtümer der Hauptstadt.
Heute werden auch andere Heilige geehrt, wie der ehrwürdige Alipius der Säulenheilige und der Heilige Innozenz Kulchytsky, Bischof von Irkutsk.
Traditionen und Weissagungen
Zu den Traditionen dieses Festtages gehört die obligatorische Rückzahlung von Schulden — der Aberglaube besagt, dass "wenn man die Schulden bis zum Georgstag nicht zurückzahlt, man sein ganzes Leben schuldenfrei sein wird". Dies unterstreicht die Wichtigkeit finanzieller Ehrlichkeit und Verantwortung.
Darüber hinaus dauert heute der Adventsfasten, sodass die Gläubigen strikte Ernährungsbeschränkungen befolgen sollten.
Volkstümliche Zeichen am 26. November
- Wenn es an diesem Tag regnet, sagt das eine gute Ernte voraus.
- Ein klarer Morgen — deutet auf strenge Frostperioden hin.
- Es wird angenommen, dass ein kleiner Frost am Georgstag auf einen kalten Winter hindeutet.
Der Tag hat auch andere Verbote: Es wird nicht empfohlen, sich zu streiten, neue Geschäfte zu beginnen oder handwerklichen Tätigkeiten nachzugehen, die "das Schicksal durcheinanderbringen könnten".
Nach den volkstümlichen Überlieferungen ist es heute besser, Reisen ohne Segen zu vermeiden.
Somit ist der 26. November nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch ein Tag, der voller volkstümlicher Traditionen und Aberglauben steckt und für die ukrainische Kultur und Spiritualität wichtig ist.