Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladislaw Geraskevich verboten, bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand einen Erinnerungshelm zu tragen, auf dem Fotos gefallener ukrainischer Sportler abgebildet sind. Diese Entscheidung wurde am 10. Februar getroffen, trotz vorheriger Bemühungen der Sportgemeinschaft, einschließlich einer Anfrage des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine.

Geraskevich, der Fahnenträger bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele war, erklärte, dass sein Helm Porträts ukrainischer Sportler enthält, die im Krieg getötet wurden, einschließlich des Eiskunstläufers Dmytro Sharpar und des Biathleten Jewhen Malyschew. "Diese Entscheidung bricht einfach das Herz", kommentierte der Sportler. Wladislaw plant, das Verbot anzufechten und für sein Recht zu kämpfen, in dem Erinnerungshelm anzutreten.

Die Reaktion des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unterstützte Geraskevich. Er betonte, dass das Andenken an die gefallenen Sportler auf internationalen Sportarenen geehrt werden sollte: "Diese Wahrheit kann nicht unangenehm, unangebracht oder als politische Aktion bezeichnet werden". Selenskyj wies darauf hin, dass Geraskevichs Helm die Welt an den Preis des ukrainischen Kampfes erinnert.

Kommentare aus dem Sport

Die zweifache Olympiasiegerin im Fechten, Olga Harlan, äußerte ebenfalls ihr Unverständnis über das Verbot und betonte, dass Geraskevichs Helm keine politische Aktion sei, sondern eine Ehrung für Sportler, die nicht mehr antreten können. "Dieses Helmverbot bedeutet, sich dieser Realität zu verweigern", sagte sie in ihrem Kommentar in den sozialen Medien.

Das IOC bietet eine Alternative an: Geraskevich wurde vorgeschlagen, ein schwarzes Band zu tragen, jedoch kann dies seinen Erinnerungshelm nicht ersetzen. Wie festgestellt wurde, sollte die Sportarena kein Ort für politische Erklärungen sein, dennoch hat die Organisation zunächst einige Handlungen im Zusammenhang mit dem Kriegskontext erlaubt.

Die Olympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt, wo die Ukraine von 46 Athleten in 11 Sportarten vertreten wird. Trotz des Verbots werden Geraskevich und andere Athleten weiterhin um den Sieg und nationale Würde kämpfen.