Die Nachfrage nach Mobilisierung in der Ukraine wird immer aktueller, insbesondere nach den kürzlichen Äußerungen des Abgeordneten Ruslan Gorbenko. Er betonte, dass die "Busifizierung", also die zwangsweise Verlagerung junger Männer, eines der Instrumente zur Auffüllung der Mobilressourcen im Land bleiben wird.
Hierfür ist Gorbenkos Meinung nach die Frage der Mobilisierung aufgrund einer Reihe von Fehlern der Regierung kritisch toxisch geworden. Der Experte merkte an, dass die mobilisierbaren Ressourcen in der Ukraine nur für anderthalb Jahre ausreichen, wenn nicht sofortige Maßnahmen zur Änderung des bestehenden Systems ergriffen werden.
"Warum hat der Präsident dieses Problem bisher nicht angesprochen? Das ist ein eigenes Thema, denn die Mobilisierung ist eine komplexe und unpopuläre Frage, die zunehmende gesellschaftliche Spannungen hervorruft", betonte Gorbenko.
Probleme der Mobilisierung und ihre Folgen
Der Politiker wies auch auf konkrete Entscheidungen hin, die als Fehler zu werten sind, insbesondere auf die gesetzliche Regelung des Rechts auf Ausreise ins Ausland für junge Männer im Alter von 18-22 Jahren. "Mich interessiert, wer das mit den Militärs besprochen hat? Hat das überhaupt jemanden interessiert? Diese Verordnung hat wirklich enormes Unmut unter den Militärs ausgelöst", fügte er hinzu.
Gorbenko stellte fest, dass es notwendig ist, Ordnung in den Streitkräften der Ukraine zu schaffen und deutlich zu umreißen, auf welchen Wegen Initiativen zur Änderung der Mobilisierungspraxen erfolgen sollten. "Die Verantwortung muss beim Oberbefehlshaber beginnen und dann zum Generalstab übergehen", ist der Abgeordnete überzeugt.
Potenzielle Änderungen im Gesetz
Der Regierung sind Änderungen am bestehenden Gesetzesentwurf geplant, wonach junge Menschen vor der Ausreise ins Ausland ihren Dienst im Hinterland leisten müssen. Diese Idee wird bereits im Parlament diskutiert, obwohl der offizielle Gesetzesentwurf derzeit noch nicht ausgearbeitet ist.
"Wir prüfen die Möglichkeit, dass diese Jungs in neuen Militärbereichen, beispielsweise im Bereich Drohnen, Dienst tun können. Das wird nicht nur die Belastung für die Armee verringern, sondern ihnen auch die Chance geben, wertvolle Erfahrungen zu sammeln", bemerkte Gorbenko.
Der Abgeordnete hob auch hervor, dass das derzeitige Gesetz in diesem Bereich der Verfassung widerspricht, da es Unklarheiten in den Altersgrenzen für Mobilisierung und Ausreise ins Ausland aufwirft. Er forderte eine Reform dieses Aspekts, um Klarheit und Gerechtigkeit in den Mobilisierungsprozessen zu gewährleisten.
Somit könnten die Erhebung der Frage der "Busifizierung" und der Überprüfung der gesetzlichen Bestimmungen zur Mobilisierung erhebliche Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit des Landes haben.