Das amerikanische wissenschaftliche Magazin „Bulletin of the Atomic Scientists" hat die symbolische Doomsday-Uhr aktualisiert und sie auf 23:58:35 gesetzt - am nächsten an einer globalen Katastrophe in der 79-jährigen Geschichte des Projekts.

Schlüsselveränderungen der Anzeige

Zum Stand des 27. Januar 2025 wurden die Zeiger der Doomsday-Uhr auf 85 Sekunden vor „nuklearer Mitternacht" verschoben. Die Chefredakteurin des Magazins, Alexandra Bell, erklärte, dass die Menschheit keine Fortschritte bei der Bewältigung existenzieller Risiken erzielt hat.

Bedrohungsfaktoren

  • Verschärfung der Nuklearspannung zwischen führenden Ländern der Welt
  • Zunahme geopolitischer Konflikte
  • Schwächung der internationalen Zusammenarbeit
  • Entwicklung destruktiver Technologien

Erstmals in der fast 80-jährigen Projektgeschichte näherte sich der Indikator dem kritischen Punkt, der eine potenzielle globale Katastrophe symbolisiert.

Projektgeschichte

Die Doomsday-Uhr wurde 1947 an der Universität Chicago von einer Gruppe von Wissenschaftlern gegründet, darunter Albert Einstein und Robert Oppenheimer. Ursprünglich maß sie die Risiken eines Atomkriegs, und seit 2007 berücksichtigt sie auch Klimawandel und technologische Bedrohungen.

Der am weitesten von der Katastrophe entfernte Punkt war 1991 - 17 Minuten vor Mitternacht, was mit dem Ende des Kalten Krieges zusammenfiel.