Infolge eines weiteren massiven Raketenangriffs Russlands auf die kritische Infrastruktur der Ukraine wurden am 22. Januar in den meisten Landesgebieten strenge Stromversorgungspläne eingeführt. Die Regierung ist gezwungen, die Stromversorgung aufgrund erheblicher Schäden am Energiesystem einzuschränken.
Ausmaß der Stromabschaltung
Laut DTEK sehen die Stromabschaltungspläne mehr als 16 Stunden ohne Stromversorgung in den meisten Regionen vor. Die Situation ist in Kiew, der Oblast Kiew, der Oblast Dnipropetrowsk, der Oblast Odessa und in Frontregionen am kritischsten.
Gründe für die Einschränkungen
Die russischen Raketenangriffe am 20. Januar verursachten erhebliche Schäden an der kritischen Energieinfrastruktur der Ukraine. Laut Energieministerium haben die Besatzer seit Oktober mehr als 8 GW Erzeugungskapazität zerstört.
Abschaltungspläne
In verschiedenen Regionen gelten individuelle Stromabschaltungspläne:
- Kiew: fast 20 Stunden ohne Strom
- Oblast Mykolajiw: bis zu 18 Stunden Abschaltungen
- Oblast Charkiw: 6 Stunden in Warteschlangen
- Oblast Saporischschja: 5 Stunden in Warteschlangen
Reaktion der Behörden
Die Regierung ergreift Maßnahmen, um die Folgen der Angriffe zu bewältigen. Insbesondere wurde der Stromimport aus der Europäischen Union auf 2 GW erhöht und ein Sparmaßnahmenmodus im kommunalen Bereich eingeführt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass der aktuelle Stromdefizit 7 GW beträgt und die vollständige Wiederherstellung längere Zeit in Anspruch nehmen wird.